Die Blaue Stunde im Oktober zum Thema Musikforum Bochum

Im Mittelpunkt der Blauen Stunde am 7. November stand das Musikforum Bochum – ein Ort, an dem historische Bausubstanz und moderne Architektur auf besondere Weise miteinander verbunden sind. Die Teilnehmenden erhielten spannende Einblicke in die Geschichte des Gebäudes, seine heutige Nutzung und die architektonischen Besonderheiten der beiden Veranstaltungssäle.

Besonders prägend ist dabei die ehemalige Marienkirche, die heute als zentrales Foyer des Musikforums dient. Wo früher Gottesdienste stattfanden, befinden sich heute unter anderem Ticketshop, Garderobe und Gastronomie. Die Kirche ist damit nicht verschwunden, sondern wurde in die neue Nutzung integriert und bildet weiterhin einen wichtigen Bestandteil des Gebäudes.

Historische Elemente im modernen Musikforum

Ein besonderes Detail ist die ehemalige Kirchenglocke, die heute als Pausenglocke genutzt wird. Sie wurde restauriert und neu gestimmt – auf die Note B, passend zu Bochum. Anders als klassische Kirchenglocken ist sie unbeweglich und wird nicht geschwungen, sondern geschlagen. So bleibt ein Stück Geschichte erhalten und erhält zugleich eine neue Funktion im heutigen Konzertbetrieb.

Auch die Außenfassade der ehemaligen Kirche wurde innerhalb des Musikforums bewahrt. Dadurch bleibt die Geschichte des Ortes sichtbar und erlebbar. Das Zusammenspiel aus alter Kirchenarchitektur und moderner Gestaltung macht das Musikforum zu einem besonderen Beispiel dafür, wie historische Gebäude weiterentwickelt und neu genutzt werden können.

Der Kleine Saal

Im Rahmen der Blauen Stunde wurde auch der Kleine Saal vorgestellt. Er bietet Platz für bis zu 300 Besucher:innen und ist nicht fest bestuhlt. Dadurch kann er flexibel genutzt werden und eignet sich besonders gut für Proben, kleinere Konzerte und unterschiedliche Veranstaltungsformate.

Gerade diese Wandelbarkeit macht den Kleinen Saal zu einem wichtigen Bestandteil des Musikforums. Je nach Bedarf kann der Raum unterschiedlich eingerichtet und bespielt werden.

Der Große Saal

Ein weiterer Höhepunkt war der Blick in den Großen Saal. Mit rund 900 Plätzen ist er der zentrale Konzertsaal des Musikforums. Seine besondere Architektur ermöglicht es den Besucher:innen, durch Balkone und Ränge nicht nur vor, sondern auch neben und hinter dem Orchester zu sitzen.

Dadurch entsteht eine besondere Nähe zwischen Publikum und Musiker:innen. Der Raum vermittelt ein intensives Konzerterlebnis und macht Musik aus verschiedenen Perspektiven erlebbar.

Ein Ort zwischen Geschichte und Gegenwart

Die Blaue Stunde am 7. November machte deutlich, wie gelungen im Musikforum Bochum Vergangenheit und Gegenwart miteinander verbunden werden. Die ehemalige Marienkirche bleibt als historischer Ort sichtbar, während die modernen Säle Raum für Musik, Begegnung und Kultur schaffen.

So ist das Musikforum nicht nur ein Konzertort, sondern auch ein Beispiel dafür, wie Stadtgeschichte bewahrt und gleichzeitig zukunftsfähig weitergedacht werden kann.

Ausblick

Die Blaue Stunde findet alle zwei Monate mittwochs statt und richtet sich an alle Interessierten, die mehr über aktuelle Entwicklungen in Bochum erfahren möchten. Aufgrund begrenzter Plätze wird um Anmeldung per E-Mail an mission2030@bochum-marketing.de oder telefonisch unter 0173 / 289 31 61 gebeten.

Fotos: Olff Appold