Die Bochumer Innenstadt soll zukünftig zu einem lebenswerten, grünen Ort entwickelt werden. Sie soll gleichzeitig einen Beitrag zur nachhaltigen und klimagerechten Stadt leisten und ein bespielbarer Ort und Treffpunkt für Kinder und Jugendliche werden. Damit das gelingt, wurde das Konzept „Upgrade Grün und Spiel“ erstellt.

Grünfläche am Kortpfad

Die Grünfläche am Kortenpfad wird heute kaum genutzt und bietet bislang keine Aufenthalts- oder Spielmöglichkeiten. Dabei ist sie gerade in der dicht bebauten Umgebung wichtig für Klima und Natur.

Im Rahmen des ISEK Innenstadt und mit Fördermitteln des Bundes und Landes soll die Fläche umgestaltet werden. Geplant sind neue Bäume, blühende Staudenbeete und kleine, pflegeleichte Aufenthalts- und Spielbereiche. Auch zusätzliche Fahrradstellplätze werden geschaffen. Die vorhandenen Parkplätze bleiben vollständig erhalten.

Anregungen aus der Nachbarschaft wurden in die Planung einbezogen. Zudem wird bei der Projektumsetzung nachhaltig gearbeitet, indem vorhandenes Pflaster wiederverwendet wird.

Die Umsetzung ist ab Oktober 2026 vorgesehen.

Platz am Kuhhirten

Im Zuge der Innenstadtentwicklung wurde der Platz am Kuhhirten 2025 umgestaltet und im Juni 2025 eröffnet. Durch die Integration von neuen Grünflächen, Sitzgelegenheiten, der ganzjährig nutzbaren Spielbox mit der Röhrenrutsche und Wasserspielen wurde der Platz nicht nur optisch aufgewertet, sondern auch zu einem angenehmen Rückzugsort an heißen Tagen.

Die Umgestaltung wurde im Rahmen des Konzeptes „Upgrade Grün und Spiel“ durchgeführt.

Bildquelle: Stadt Bochum

Konzept „Upgrade Grün und Spiel“

Die wachsenden Herausforderungen des Klimawandels sind auch in der Innenstadt von Bochum spürbar. Um diesen zu begegnen, hat die Stadt im Rahmen des ISEK Innenstadt das Freiraumkonzept „Begrünte und bespielbare Innenstadt“ beschlossen. Ziel ist es, die Innenstadt durch mehr Grünflächen und Spielmöglichkeiten sowohl klimaresilienter als auch attraktiver zu gestalten. Das Landschaftsarchitekturbüro „Kienleplan“ wurde mit der Entwicklung des Gesamtkonzepts „Upgrade Grün und Spiel“ beauftragt, das im Herbst 2024 den politischen Gremien vorgestellt wurde. Neben übergeordneten Maßnahmen wurden an bestimmten Orten, wie dem Platz am Kuhhirten oder der Schaffung von Grün- und Aufenthaltsflächen in der Brückstraße, Große Beckstraße und Kortumstraße, erste Projekte umgesetzt. Die Realisierung des Konzepts erfolgt in enger Zusammenarbeit mit Akteur*innen der Bochumer Innenstadt.

Bildquelle: Kienleplan

Grün, Aufenthaltsqualität und Stärkung der Nahmobilität

Im Zuge der Maßnahme „Radkreuz Bochum“ hat die Stadt Bochum Abschnitte der Kortumstraße, der Große Beckstraße sowie die Brückstraße umgestaltet. Ziel der Maßnahmen ist es, die Aufenthaltsqualität in der Innenstadt zu steigern und die Radwegeverbindungen zu verbessern. Hierzu wurden neue Grünflächen und Sitzmöglichkeiten geschaffen. Radfahrende können hierdurch nun sicherer die Straße nutzen. 

Darüber hinaus tragen neue Fußgängerübergänge dazu bei, dass Zufußgehende sich sicherer und mit weniger Barrieren in der Innenstadt bewegen können. Die Maßnahmen wurden im Frühjahr 2025 bzw. Winter 2025/2026 abgeschlossen.

Bildquelle: ISEK-Management

Urban Sports – City-Tor Süd

Das City-Tor Süd ist Teil des zentralen kreativen Quartiers in der Bochumer Innenstadt, das sich rund um die Viktoriastraße entwickelt. Die geplante öffentliche Parkanlage kombiniert ein vielfältiges Sport- und Bewegungsangebot mit Erholungsmöglichkeiten im Grünen. Insgesamt bietet die Entwicklungsfläche am ehemaligen Bochumer Hauptbahnhof Potential für eine ca. 7000 Quadratmeter große öffentliche Park- und Grünanlage.

„Urban Sports“ ist das Leitthema für die Planung und Gestaltung der neu zu schaffenden Park- und Grünanlage am City-Tor Süd. Ziel ist es, einen attraktiven, bewegungsanimierenden Freiraum mit einer hohen Aufenthaltsqualität für Jugendliche und junge Erwachsene zu schaffen.

Im Sommer 2021 fand eine umfassende Informations- und Beteiligungsveranstaltung dazu statt. 2023 wurde der Neubau der Parkanlage mit Sportangeboten für das Bundesprogramm „Anpassung urbaner Räume an den Klimawandel“ ausgewählt.

Bildquelle: ISEK-Management